Kompetenzen in Bildungsarbeit

Bildung und Glaube

Alle Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde und Freiheit. Aus dem christlichen Glauben heraus verstehen wir dies als Geschenk Gottes und als Auftrag, das Leben und gesellschaftliche Umfeld zu gestalten.

Gott hat die Menschen nach dem göttlichen Ebenbild geschaffen (1. Mose). Wir sind neugierig und sehnen uns nach Vervollkommnung. Wir erfahren aber, dass wir Fehler machen und schuldig werden vor unseren Mitmenschen und vor Gott. Deswegen ist Gottes Vergebung wesentlicher Teil unseres Menschenbildes.

Christliche Bildung vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse, betrachtet und versteht diese Erkenntnisse aus der Sicht des Glaubens. Sie integriert eine fächerübergreifende Zusammenschau von Natur-, Human-, Sozial- und theologischer Wissenschaft und bringt diese ins Gespräch. Ein so gestaltetes christliches Weltbild dient als Grundlage für Sinnstiftung, Lebensführung sowie wertebasierte Gestaltung von Gesellschaft und Kultur.

Christliche Bildung benennt Fehlverhalten und lehrt zu vergeben. Sie schafft Selbstbewusstsein, Vertrauen und Offenheit für andere Menschen und ermutigt zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft.

Bildung in Deutschland und weltweit – Liebenzeller Mission

Theologische Ausbildung und Weltmission sind bei uns seit jeher eng miteinander verbunden. Studierende an der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL) werden qualifiziert vorbereitet für eine Arbeit als Pastor/in, Gemeindegründer/in, Jugendreferent/in oder Sozialarbeiter/in im In- und Ausland.

Die Liebenzeller Mission war die erste Missionsgesellschaft, die Träger einer Hochschule in Deutschland ist. Die Interkulturelle Theologische Akademie bildet in einem praxisnahen Studium mit internationalem staatlich anerkannten Hochschulabschluss angehende Missionare und Gemeindehelfer aus – zielgerichtet, dynamisch und leidenschaftlich.

Weltweit fördern wir Projekte, die Menschen Bildung ermöglichen. Zum Beispiel an der Amano-Schule in Sambia. Dort bekommen 140 Kinder eine qualitativ hochwertige und an christlichen Werten orientierte Schulbildung. Die Schule ist sehr international. Sowohl die Mitarbeiter der Schule als auch die Schüler kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Kinder von Missionaren und sambischen Geschäftsleuten leben und lernen zusammen mit Waisen und benachteiligten Kindern, deren Freiplätze über Schulgelder und Patenschaften finanziert werden.

Weitere Informationen: hier

Patenschaften für Schulbildung - Missionswerk Frohe Botschaft

Seit 1981 vermittelt das Missionswerk Frohe Botschaft (MFB e.V.) Waisenkinder aus Uganda, Kenia und Ruanda an Paten in Deutschland. Das Patengeld, monatlich zwischen 25 – 33 Euro, abhängig vom Land und Projekt, ermöglicht ihnen den Schulbesuch.
Junge Menschen erhalte so qualifizierte Schulbildung, die aufgrund des Schulgeldes und der Kosten für Arbeitsmaterialien und Schuluniformen sonst nicht möglich wäre. Auch werden eine gesicherte, medizinische Versorgung, die pädagogische Betreuung durch qualifizierte Sozialarbeiter/innen und die Teilnahme an mindestens einer Kinder- und Jugendfreizeit im Jahr  ermöglicht.

Weitere Informationen: hier

Verband Evangelischer Bekenntnisschulen e.V. (VEBS)

Bekenntnis-Schulen sind ein Grundrecht unserer Verfassung (Artikel 7). So sind in Deutschland 125 staatlich anerkannte Bekenntnisschulen und 18 Kitas durch Eltern gegründet worden, die mehr als 25.000 Kindern erstklassige Bildung und Erziehung bieten.

Bekenntnisschulen müssen, so fordert es das Bundesverwaltungsgericht seit 1992, ein religiöses Bekenntnis haben, das den Schulbetrieb in seiner Gesamtheit durchdringt – meist ist dies die „Gemeinsame Basis des Glaubens“ der Deutschen Evangelischen Allianz. Diese Bekenntnisschulen und Kitas haben sich im Verband Evangelischer Bekenntnisschulen e.V. (VEBS) zusammengeschlossen, der ihre Interessen wahrnimmt und sie mit Dienstleistungen wie Mitarbeitendenwerbung, Fortbildung und Beratung unterstützt.

Weitere Informationen: www.vebs-online.de